Karneval 2017

Karneval-Venedig Karneval Karneval-Kreppel

Die fünfte Jahreszeit, oder der Karneval
findet überwiegend in katholischen Regionen statt. Die Bräuche werden in den unterschiedlichen Formen zelebriert und gefeiert. Besonders der Karneval in Venedig,

der Mardi Gras in New Orleans oder der Karneval in Rio sind bekannt für die festlich geschmückten Umzüge mit aufwendigen Kostümen und kunstvollen Masken.
In Deutschland gehören das Rheinland und die schwäbisch alemannische Fastnacht zu den Hochburgen.

Historie:
Beginn etwa in
1206 beschreibt Wolfram von Eschenbach, wie die Frauen rund um die Burg der Grafen von Hirschberg-Dollnstein am Donnerstag vor Aschermittwoch groteske Spiele, Tänze und Verkleidungen vollführten. Die kleine Marktgemeinde Dollnstein im Altmühltal (Bayern) reklamiert deshalb für sich, Wiege des deutschen Karnevals im Allgemeinen und der Weiberfastnacht im Besonderen zu sein.
Am 5. März 1341 wird das Wort „Fastelovend“ im Eidbuch der Stadt Köln erwähnt. Der Rat soll kein Geld mehr bewilligen (trotz der früher üblichen Zuschusszahlung an wohlhabenden Bürger), die später Patrizier genannt wurden. 1422 wird der Kölner Bauer als Schildhalter des Reichs in einem Gedicht erwähnt. 1425 erscheint der Bauer dann in einem Rosenmontagszug. Um 1440 entstanden in einem Fries des Gürzenich Abbildungen des Fastnachtstreibens.1570 erschien dann erstmals die Kölner Jungfrau neben dem Bauern. Sie verkörperte die Stadtgründerin Agrippina und die freie unabhängige Stadt. Zur Wahrung der öffentlichen Ordnung und schwer zu steuernde Exzesse zwangen die Stadt Köln
mehrfach zu Verboten der Mummenschanz sowie Mummerey und Heidnische Tobung. 1660 wurde eigens dafür eine innerstädtische Schutztruppe aufgebaut, die man Funken nannte. Im ausgehenden 14. und 15. Jahrhundert wurde die Fastnacht gefeiert, so z. B. die Nürnberger Schembartläufe.
Um diese Zeit fand der Narr Einzug in die Fastnacht, der auf die Vergänglichkeit hinweisen sollte.
1640 wurden vom Volk und der niederen Geistlichkeit sogar „Narrenbischöfe“ gekürt.

Neuzeit:
Die Reformation stellte die vorösterliche Fastenzeit in Frage und in den protestantischen Gegenden gerieten viele Bräuche zum Teil in Vergessenheit. Im Barock und Rokoko wurden vor allem auf Schlössern und an den Fürstenhöfen Karnevalsfeste gefeiert, deren Masken sich stark an die
italienische Commedia dell’arte anlehnten. Am Donnerstag vor Karneval tanzten und sprangen
im Februar 1729 die Nonnen im Kölner Kloster St. Mauritius in weltlicher Verkleidung durch die Hallen. Das war vermutlich der Ursprung der Weiberfastnacht.
In den Städten richteten vermehrt die Handwerkszünfte mit den jungen Gesellen die Fastnacht aus.
Im 19. Jahrhundert übernahm im rheinischen Raum das Bürgertum die Ausrichtung der närrischen Maskenbälle, die Straßenfastnacht war aber nahezu ausgestorben. Der Karneval in Köln, das nach
dem Abzug der Franzosen seit 1815 preußisch war, wurde 1823 mit der Gründung des „Festordnenden Comites“ neu organisiert und um die Komponente „Kritik an der (fremden) Obrigkeit“ ergänzt.
In Österreich, der Schweiz, dem Elsass, Bayern und Baden-Württemberg erhielten sich ältere Formen. Besonders in Baden-Württemberg wird heute noch zwischen Karneval und schwäbisch-alemannischer Fastnacht unterschieden. Nachdem sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch hier der Karneval durchgesetzt hatte, wurde nach dem Ersten Weltkrieg eine Rückbesinnung auf die alten Formen gefordert, die sich in der Gründung der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte 1924 manifestierte.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Fasching für propagandistische Zwecke eingesetzt.
In den 1990er Jahren zog die Fastnacht auch in protestantischen Gegendenein. In der Schweiz hat Basel einen Sonderstatus: Die Stadt feiert trotz des seit Jahrhunderten vorherrschenden Protestantismus eine alte, traditionelle Fastnacht (Basler Fasnacht). Auch in Winterthur konnte sich die Winterthurer Fasnacht trotz Reformation und Verbot halten.

Als Beginn der Fastnachtszeit gilt ursprünglich der Dreikönigstag, der 6. Januar.
Seit dem 19. Jahrhundert findet am 11. November (dem Martinstag), dem „Elften im Elften“, ab 11:11 Uhr die offizielle Eröffnung der Karnevalssession statt. Die Zeit vom 12. November bis 5. Januar bleibt aber selbst in den Zentren des Karnevals entlang des Rheins weiterhin weitgehend karnevalsfrei, was sich aus der erwähnten vorweihnachtlichen Fastenzeit, der Rolle des Novembers als Trauermonat und dem besinnlichen Charakter des Advents erklärt. Im Januar beginnt die närrische Zeit in den Hochburgen mit der Prinzenproklamation, der Vorstellung der neuen Regenten.
Den Höhepunkt erreicht die Fastnacht in der eigentlichen Fastnachtswoche vom schmotzigen Donnerstag im schwäbisch-alemannischen Raum (von Schmotz = Schmalz, was auf in Schmalz gebackene Fastnachtsküchle hinweist), bzw. Weiberfastnacht im Rheinland über den Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag, auch Veilchendienstag genannt. Dabei gibt es insbesondere am Rosenmontag entsprechende Umzüge – wobei sich Rosen ursprünglich nicht auf die Blume, sondern auf das Verb rasen bezog.
Ende des Karnevals ist der Aschermittwoch, der abhängig vom Osterfest ist. In der Nacht zu Aschermittwoch um Punkt Mitternacht endet der Karneval und die Fastenzeit beginnt. An einigen Orten folgen die Karnevalisten einer Tradition und verbrennen in dieser Nacht eine Strohpuppe.
In Köln der Nubbel genannt, als Verantwortlicher für alle Laster der karnevalistischen Tage, vor allem wegen des ausgegebenen Geldes. In Düsseldorf und den niederrheinischen Städten wird der Hoppeditz zu Grabe getragen. Ursprünglich eine typisch niederrheinische Narrenfigur hatte Ähnlichkeit mit Till Eulenspiegel und den mittelalterlichen Hofnarren.
Mancherorts treffen sich die Karnevalisten am Aschermittwoch noch einmal zu einem gemeinsamen Fischessen, zu einem rituellen „Portemonnaie-Auswaschen“ oder auch erst jetzt zu einer internen Nubbelverbrennung.
Die 40-tägige Fastenzeit beginnt immer am Mittwoch nach dem 7. Sonntag vor Ostern. Die Länge einer Karnevalssession wird nach der Osterformel berechnet. Danach ist der Aschermittwoch am 46. Tag vor dem Ostersonntag. Der frühestmögliche Aschermittwochstermin ist der 4. Februar, der spätestmögliche ist der 10. März.

Termine 2017
Weiberfastnacht am              23.02.2017
Rosenmontag am                  27
.02.2017
Fastnacht am                        28.02.2017
Aschermittwoch am              01.03.2017

 

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